Makulaerkrankung

Die Erkrankungsformen

Makulaerkrankungen betreffen immer das sog. Sehzentrum und führen zu einem mehr oder minder starken Verlust der zentralen Sehschärfe.

Die Makula ist unteranderem  für das Lesen, das Erkennen von Gesichtern und für die Farbwahrnehmung verantwortlich.

Die Erkrankungen können multifaktorieller Genese sein und sind heutzutage ganz verschiedenen Therapien zugänglich. Ein ganz entscheidender Aspekt liegt hier in der Präzision der high-tech Diagnostik in Form von Angio-OCT und Weitwinkel-Fluoreszens-Angiographie. Mit deren Hilfe lassen sich die Erkrankungen sehr gut diagnostizieren und im weiteren Verlauf kontrollieren. Für die Behandlung der verschiedenen Ursachen stehen modernste therapeutische Verfahren in der Klinik auf höchstem Niveau zur Verfügung.

Altersabhängige Makuladegeneration (AMD)

Hierbei handelt es sich, wie der Name schon sagt, um eine degenerative Erkrankung des höheren Alters.
In Deutschland sind fast sieben Millionen Menschen betroffen.
Man unterscheidet zwischen zwei Formen, die mit Hilfe modernster Untersuchungsverfahren voneinander unterschieden werden können: die trockene altersabhängige Makuladegeneration und die feuchte altersabhängige Makuladegeneration.
Bei beiden Erkrankungen kommt es zu einer Ansammlung von Abbauprodukten und fetthaltigen Ablagerungen in der Makula, die je nach Stadium zu Bildverzerrungen, Leseschwierigkeiten und zentralen Gesichtsfelddefekten führen können.
Eine mögliche Behandlung der schnell fortschreitenden feuchten Makuladegeneration, die zur Leseblindheit führen kann, besteht  in der Verabreichung von sogenannten intravitrealen Injektionen in den Glaskörperraum.

Diabetische Retinopathie

Die augenärztlichen Untersuchungen bei Diabetikern dienen (neben den regelmäßigen Laborkontrollen wie Blutzucker, HbA1c) der Verlaufskontrolle und Therapiekontrolle, um   schwerwiegenden Komplikationen vorzubeugen.
Durch die Untersuchung der Netzhautgefäße im Auge kann ein Rückschluss über den gesamten Gefäßstatus des Körpers, der durch den Diabetes krankhaft verändert wird, geschlossen werden.

Bei dem sogenannten diabetischen Makulaödem, kommt es zu einer krankhaften Flüßigkeitsansammlung im Sehzentrum und folglich, wie bei der Makuladegeneration, zu  Bildverzerrungen, Leseschwierigkeiten und zentralen Gesichtsfelddefekten. Die diabetische Retinopathie gehört zur häufigsten Erblindungsursache im erwerbstätigen Alter in den Industrieländern.
Diese Spätfolgen können je nach Erkrankungsstadium durch Laserbehandlungen oder intravitreale Injektionen vermieden werden. Hierbei stehen uns modernste Diagnosegeräte (Angio-OCT und Weitwinkel-Fluoreszens-Angiographie) sowie Behandlungsmethoden (Navilas Laser, intravitreale Injektionen) zur Verfügung.

Epiretinale Gliose (Makula-Pucker, Cellophan-Makulopathie, Epimakuläre Membran)

Bei der epiretinalen Gliose handelt es sich um eine Veränderung auf dem Sehzentrum (Makula). Hierbei bildet sich ein dünnes, flächiges, durchsichtiges Häutchen, das an Cellophan erinnert. Dieses krankhafte Häutchen kann mit der Zeit zunehmen und durch Zugkräfte die darunter liegende Netzhaut in Falten legen. Durch die faltige Netzhaut werden folglich gerade Linien von dem Patienten als wellig wahrgenommen.

Durch eine minimal invasive Operation wird durch das sogenannte Membran-Peeling das Häutchen nach vorherigem Anfärben mit blauer Farbe mit Hilfe einer Pinzette abgezogen, damit sich die darunterliegende Netzhaut wieder entfalten kann.

Makulaforamen (Makulaloch)

Manche Patienten leiden an einem sogenannten Makulaforamen. Es handelt sich hierbei um ein Loch im Sehzentrum mit dem typischen Symptom eines zentralen Gesichtfelddefektes. Durch modernste minimal invasive Operationsmöglichkeiten auf höchsten Niveau, die Ihnen im Zentrum für Augenheilkunde zur Verfügung stehen, kann ein solches Loch in der Makula mit Hilfe eines sogenannten ILM-Patch verschlossen werden. Hierbei wird das Loch mit körpereigenem Gewebe »gestopft«, sodass im Verlauf es zu einem Verschluss kommt.